Verfahrens- und Sozialberatung in der BEA Mannheim Benjamin Franklin Village

Der Freundeskreis Asyl Karlsruhe e.V. (fka) ist seit März 2015 in der BEA Mannheim in der Funktion der unabhängigen Verfahrens- und Sozialberatung tätig. Das Gelände der ehemaligen US-Basis bietet Platz für bis zu 6.000 Personen.

Wir sind ein bunt gemischtes Beratungsteam aus den unterschiedlichsten Ländern und mit verschiedenen beruflichen Hintergründen. Unsere Mitarbeiter sprechen neben Englisch und Französisch auch Sprachen wie Farsi, Arabisch, Ewe, Somali, Mandinke, Tigrinia und weitere. Viele haben Flucht- und Exilerfahrungen.

Wir klären auf über den Ablauf des Asylverfahrens und unterstützen bei Problemen wie der Familienzusammenführung, dem sogenannten Transfer in die Unterbringung auf Kreisebene, bei der Beantragung von Geburtsurkunden und vielen Fragen zum Alltag in Deutschland.

Neben der allgemeinen Verfahrens- und Sozialberatung bietet das fka-Team Gesundheits- und Schwangerschaftsberatung, eine Frauensprechstunde zwei Mal wöchentlich und eine kostenlose anwaltliche Rechtsberatung für Flüchtlinge an.

Mit der engagierten Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer und Kooperationspartner kann der fka viele weitere Aktivitäten für die Bewohner*innen des Benjamin-Franklin-Village ermöglichen.  Das Sprachlehrer-Team „Sprachbrücke – Deutschkurse auf Benjamin Franklin“ bietet drei Mal wöchentlich Deutschkurse an, dazu tägliche Sprachkurse für Anfänger von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr. Regelmäßig bieten Ehrenamtliche Exkursionen in die Stadt Mannheim und Umgebung an.

Der fka ist Träger des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ und vermittelt und fördert ehrenamtliche Patenschaften mit Geflüchteten.

Auch Kulturveranstaltungen gehören zu unseren Angeboten. Wöchentlich findet ein Musikprojekt für Kinder und Erwachsene in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Karlsruhe statt. In Korporation mit dem Kulturhaus Käfertal veranstalten wir „Sprachen die verbinden“ für Geflüchtete und Ehrenamtliche. Unter der Anleitung Künstlern werden im wöchentlichen Rhythmus Mal-, Trommel und Theaterworkshops durchgeführt.

Wir arbeiten grundsätzlich nach den Prinzipien von Empowerment, einem Miteinander-auf-Augenhöhe und der Zielgruppen- und Bedarfsorientiertheit. Von Geflüchteten kreierte Projekte werden gefördert (z.B. Nähstube). Eine vom Land geförderte Fahrwerkstatt stellt den Bewohner*innen Fahrräder zur Verfügung.

Eine besondere Rolle spielt der Bewohnerbeirat. Gewählte Vertreter der verschiedenen Herkunftsländer  geben den Problemen, Nöten, Interessen und Wünschen der Lagerbewohner*innen Stimme und vertreten ihre Rechte gegenüber dem Regierungspräsidium, dem Betreiber der Einrichtung und dem Sicherheitsdienst des Camps.

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