„House of Hope, la maison de l’espoir“

- ein Dokumentarfilm von Khadim NDIAYE

Einen ganz persönlichen Einblick in die Arbeit des fka in Dakar/Senegal ermöglicht der in Kooperation mit der Produktionsfirma Bamba Prod entstandene Dokumentarfilm „House of Hope, la maison de l’espoir“. Hier sprechen nicht nur die Projektleiterin, Kooperationspartner*innen und Counsellor über ihre Vision und die Bedeutung des House of Hope; auch zwei Klient*innen hatten den Mut, ihre Geschichte mit den Menschen zu teilen…

 

 

Vor mehr als eineinhalb Jahren hat der fka – unter Leitung der GIZ und im Rahmen des bundesdeutschen PME-Programms „Perspektive Heimat“ zur Reintegration von Rückkehrer*innen – das House of Hope in Dakar gegründet. Es ist ein Ort, an dem v. a. Rückkehrer*innen die Möglichkeit erhalten, ihre traumatischen Fluchterfahrungen mittels der sog. NET (Narrative Exposure Therapy – eine narrative Behandlungsmethode) aufzuarbeiten, neuen Lebensmut zu schöpfen und wieder in die Gesellschaft zurückzukehren.

Den Kern des Projekts bildet ein Train-the-Trainer-Programm, in dessen Kontext Einheimische (Counsellor) in der Methodik der NET ausgebildet und somit selbst für die Behandlung Betroffener sowie die Ausbildung neuer Counsellor qualifiziert werden. Langfristig ist eine selbstständige Verwaltung des (internationalen) Projekts durch die einheimischen Berater*innen und Projektmitarbeiter*innen angestrebt (Stichwort: Empowerment).

Die Arbeit des House of Hope erfährt in der senegalesischen Bevölkerung einen immer größeren Zuspruch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Suche nach Klient*innen, sind unsere Counsellor aus der ersten Trainingseinheit seit etwa einem halben Jahr gut ausgelastet und das Projekt gewinnt an Popularität. House of Hope hat zahlreiche informelle Kooperationen mit Beratungs- und Unterstützungsorganisationen abgeschlossen und ist in den Medien präsent. Das senegalesische Team identifiziert sich stark mit der grundlegenden Idee und versteht sich als Pionierteam im Bereich psychosozialer Therapien.

Aufgrund der vielen Anfragen und des hohen Bedarfs an psychotherapeutischer Begleitung, hat das House of Hope seine Türen auch für IDPs (internally displaced people) und Einheimische geöffnet. Der Fokus liegt jedoch auf zurückgekehrten Geflüchteten. Zurzeit passt das Team seine Tätigkeiten den vielfältigen neuen Bedarfen an, die im Kontext der Corona-Krise entstehen und mit dem allgemeinen Ausnahmezustand zusammenhängen. Unsere Mitarbeiter*innen werden aktiv in eine staatliche Task Force zur psychischen Unterstützung von Corona-Geschädigten und ihren Familien einbezogen.

Weiter Informationen zum Projekt: